Montag, 16. Juli 2012

Unter Tage trocken, über Tage nass

Was ist das nur für ein... darf man das Sommer nennen? Ich weiß ja nicht so recht....
Letztes Wochenende waren wir auf einer Doppelsilberhochzeit eingeladen, sozusagen einer Goldenen :). Das ganze fand in Rosenthal statt, gleich neben dem Bielatal. Und was liegt näher, als dort ein wenig klettern zu gehen? Sagen wir mal so, wir haben das Wetter optimal genutzt. Da es die Nacht vom Freitag zum Samstag geregnet hat (oho, mal was Neues...) sind wir also kurzerhand in die bielatalsche Unterwelt abegtaucht. Im Laufe des Vormittags haben wir die Tiefe Höhle, Klufthöhle am Benno, Menschanfalle und die Obere Bielatalhöhle befahren. Alles S2, wen´s interessiert. Sehr geil war der ewig lange Kamin in der Klufthöhle: ruterrutschen lassen und danach wieder hochquälen. Kleinere haben in den Höhlen definitiv einen Vorteil. Mir haben da öfter ein paar zusätzliche Gelenke in den Beinen gefehlt...

Am Nachmittag sind wir dann noch am Herkulessohn klettern gewesen, bis uns ein tropischer Regenguss vom Gipfel gespühlt hat. Das war´s dann für heute mit klettern, so´n Mist.
Am Sonntag war´s trocken und wir haben uns an der Herkuleswand die Finger lang gezogen. Die Direkte Winkelwand (VIIb) und Südkante (VIIb) sind dort gefallen. Sehr schöne Wege. Ein erneuter Regenguss hat aber auch hier wieder das klettern beendet.



Wenn das so weiter geht, dann lege ich Beschwerde beim Wettergott ein!
 Ich wünsch Euch trotzdem trockene Tage.

Basti

Dienstag, 10. Juli 2012

Bergbachdappen

Während Sarah sich in Österreich in Sachen Klettertherapie weitergebidet hat, war ich letztes Wochenende auf Jugendleiter-Weiterbildung in den Alpen. Canyoning stand auf dem Programm. Es war klasse. An zwei Tagen sind wir durch die kalten Bäche im Allgäu gesprungen, geschwommen und haben uns durch Wasserfälle abgeseilt. Die Wucht des Wassers war dabei ganz schön gewaltig, hätte ich nicht gedacht... Vielleicht mal was für spätere Ausfahrten....
Bachdappen

Im Schwarzwasserbach
 Wassertemperaturen von 10°C ließen sich dank dem Neoprenanzu recht angenehm ertragen. Einzig die Hände haben gebrannt, weil wir keine Neoprenhandschuhe hatten. Erstaunlicherweise ist das Springen gar nicht so furcheinflößend wie im Freibad. Vom 8m-Brett wäre ich nicht gesprungen, aber hier gings suuuuuuper!
Und HOPP...

Mittwoch, 27. Juni 2012

Sommersonnenwende

Am Wochenende haben wir unsere Erste Testfahrt für den Sommerurlaub gemacht. Voll bepackt ging es nach Wolkenstein zur Sommersonnenwendfeier vom DAV. Zwischenzeitlich kam es uns vor, als ob jemand Luft aus den Reifen lässt. Das ganze Gepäck machte sich doch immer wieder bemerkbar. An den Felsen hatten wir noch ein Date mit Michi und Franzi zum klettersteigen. Da ich zurzeit noch Kletterpause hab, hing ich derweilen in der Hängematte rum.
Da ja vom Klettersteigzeug alleine die Packtaschen noch nicht voll waren, haben wir das ganze Seilbahnbauzueg noch mit reingeschmissen. Diesmal haben wir die Steinbrückenseilbahn perfekt gebaut. Sprung und dann bis zur anderen Flussseite hinüberrutschen... Geil! Überraschenderweise kamen dann noch Isi und Falk vorbei - frisch nach der Trauung. Hübsch sahen die beiden aus...


Abends haben wir dann unsere 7 Sachen hinauf zur Anton-Günther-Höhe gezogen und saßen bis spät am Feuer. Am nächsten Morgen ging es wieder nach Hause, Sarah kneift ab Scharfenstein in den Zug nach Chemnitz aus, ich stehe am Ende vor Schlößchen - 18% Steigung.... Ging besser als ichs erwartet habe, langsam aber stetig.
Und wieder haben wir etwas für den Sommerurlaub gelernt - Platz dürften wir genug haben und es geht auch an steilen Bergen mehr als wir erst gedacht haben.

In dem Sinne Viele Grüße

Basti

Dienstag, 19. Juni 2012

Ostrov

Da es bei der Jugend von heute ja nie schnell genug gehen kann, feiern wir schon eine Woche vor der offiziellen Sommersonnenwende mit unseren Kids unsere Vorsommersonnenwendfeier. Und wie kann es anders sein - es geht natürlich raus!
So waren wir diesmal mit Elske und Teresa´s Kids auf dem Zeltplatz im schönen Ostrov. Klettern warn wir auch, wobei ich einen neuen persönlichen Rekord im Sichern aufgestellt habe: Ich bin kurz vor 12 auf den Westturm gestiegen und war um 5 rum wieder unten. Was hab ich in der zwischenzeit gemacht? Gefühlt 100 Millionen Nachsteiger hochgesichert und zwischendrch immerwieder welche abseilen lassen. Was tut man nicht alles...
Zur Krönung gab es abends ein fantastisches Unwetter mit Gewitter, Hagel und Unmengen von Wasser. Da drohten sogar die Zelte wegzuschwimmen. Danach war aber alles wieder gut und wir konnten die 37 hungrigen Mäuler mit leckerem Nudeleintopf stopfen.

Unwetter haben einen hohen Erlebniswert

Nachts gab es dann nochmal ein hübsches Gewitter, aber da lagen alle sicher im Zelt.
Am Sonntag haben wir uns geteilt. Ein Drittel ist auf dem Zeltplatz geblieben, während wir nach Tisa gewandert sind, um die Felsenstadt zu bestaunen. Beim Durchlaufen kam uns die Idee, im Sommerurlaub doch auch hierher zu kommen. Dann können wir endlich mal in Tisa klettern gehn.
In Tisa am Steinpilz



Einpacken oder Schlachtfeld deluxe




Mittwoch, 30. Mai 2012

Frankenjura - Trubachtal

Über Pfingsten sind wir ins Frankenjura gefahren. Ich war am Samstag in Auerbach auf dem deutschen Bouldercup Schiedsrichterpraktikant. Eine sehr interessante Erfahrung. Krasse Boulder bei super Stimmung.
Sarah hat derweilen unser Zelt bei Oma Eichler aufm Zeltplatz aufgebaut. Anett, Christian und Sarah-Michelle sind mit ihrem Panzer auch da - Luxuszelten... :D
Sonntag und Montag waren wir dann im Trubachtal schön klettern und sind immer ein wenig vor den Massen geflüchtet. Zeitiges kommen am Fels sichert die besten Wege. Wenn das dann nicht mehr gereicht hat, sind wir an kleinere, aber nicht unbedingt schlechtere Felsen gegangen. 5 Minuten Fußweg und es war kein Kletterer in Sicht. Herrlich! So fielen uns Wege bis 7+ zum Opfer, zurzeit läufts richtig gut...
Seifertriß am Zehnerstein (6+)
Christian im Märzweg (5)
Sarah in "Conni und Uli" am Großen Mönch (7-)
Nachmittags gab es auf dem Zeltplatz immer ein superleckeres Stück Kuchen. Mhhhhhhhhhhhhh....
 Das Wochenende ist wie immer viel zu schnell rumgegangen, es gibt noch so viel Schönes hier zu beklettern, dass wir bestimmt nicht das letzte mal hier sind (auch wegen dem Kuchen!!!)

Gruppenbild vorm Panzer


Dienstag, 22. Mai 2012

Treffen junger Bergsteiger

Was macht man nur an Himmelfahrt? Na klar, es geht nach Hohnstein zum Treffen junger Bergsteiger. Sarah und ich sind dieses mal noch als Betreuer dabei, da wir nicht wissen, wie was abläuft. Insgesmat stellen wir 5 Mannschaften, die hier in den nächsten Tagen ihr Wissen und Können unter Beweis stellen können.
Mittwochabend kommen wir ohne Stau (obwohl im Radio mehrere angesagt waren) auf der Burg an und bekommen das erhoffte Zimmer im Turm. Jubel unter den Kids und schon gehts hinauf. Der Abend wird dann nochmal intesiv für Schlingenlegen und anderen Wiederholungen genutzt.
Am Donnerstag geht´s zum Heringsstein. Nach einem straffen 3/4stündigem Zustieg gehts für die Ersten auch sofort los. Klettern, Standplatz bauen, Schlingen legen, Baustelle, 1. Hilfe und Kletterführerlesen sind die Aufgaben, die zu bewältigen sind.
Übersicht nicht verlieren - Standplatzbau

 Sarah und ich seilen uns für ne Stunde ab und besteigen die wunderschöne Sprotte über den AW. Die Gipfelspitze reicht nicht mal auf Höhe der Ersten Ringe in der Nordwand vom Heringsstein, aber wir sind zumindest klettern.
Der Rückweg zum Bus wird teilweise im Laufschritt zurückgelegt, damit wir den Letzten nicht verpassen. Abends auf der Burg gehen wir mit Alex, Sarah und Stefan noch in den Brand zur Ameisenwand, währnd die Kids auf dem Spielplatz beschäftigt sind. Felix besucht für uns währenddessen die Maschaftsleitungssitzung. Manchmal ist das Leben schön... :)
Am Freitag geht´s ins Bielatal. Die Wahlwege und restlichen Pflichtwege stehen auf dem Programm, heute wirs also nur geklettert. Um die Zwischenzeiten zu überbrücken, gehen wir auf Quackenjagd. Erkenntnis des Tages: Wir haben bei den Schwierigkeiten der Wahlwege ganz schön untertrieben, naja, sind wir für nächstes Jahr schlauer. Heute brauchen wir nicht zum Bus zu rennen, sondern wir haben sogar noch Zeit ein paar Gipfel mit den Kids zu besteigen. So fällt die Schiefe Zacke, sowie der Kleine Herkulesstein. Abends in der Burg gibt es noch eine klasse Bouldersession an einem schicken Quergang. Der abendliche Vortrag macht Lust in den USA klettern zu gehen. Wenn wir mal groß sind und das Geld reicht, geht´s dorthin.

Der Samstag ist unser Klettertag, da die Kids erst Erste Hilfe machen müssen und dann zur Orientierungswanderung geschickt werden. Unser Ziel ist der Polenztalwächter. Den besteigen wir über die Geteilte Freude - unsere Erste VIIIa!!! Auf dem Gipfel bestauenen wir die Aussicht ins Polenztal und den alten Weihnachtsbaum, der seit letztem Jahr hier oben steht. Eigentlich wollten wir danach zum Pantintnturm, aber beim Abstieg läuft uns eine Gruppe verirrter Orientierungswanderer über den Weg- unsere Kids und noch ein paar andere. "Wir haben uns schon 2 mal verlaufen..." :) Also legen wir ein Stück Weg zusammen zurück und stehen dann vorm Verlassenen Turm. Wir geben unsere Kekse ab und wünschen den anderen noch viel Spaß. Hinauf geht´s über den Talweg. Die letzten 10m sind dort moralsiche Reibung überm Ring - die Schlüsselstelle im Weg. Sarah hat dabei den Henkel genutzt, den ich anscheinend übersehen habe...
1. Hilfe - entgegen der Befürchtung aller sehr souverän gemeistert

Der rettende Henkel im Ausstieg ;)

Geteilte Freude (VIIIa) am Poleztalwächter


So schlecht haben wir insgesamt beim Wettkampf gar nicht abgeschnitten. Keiner ist letzter geworden, 3x 12. Platz, 1x 8. und Anton und Corni sind 2. geworden, mit 0,1 Rückstand auf den 1. Da geht noch was!!!
Das Bielatal war für uns am Sonntag der Ausklang, wo wir in der Johanniswacht die Gipfel unsicher gemacht haben. Die einhellige Meinung war, dass wir die Woche am liebsten in der Bielatalhütte verbringen würden, als wieder nach Hause zu fahren. Aber nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei!!!!
chillen...


Donnerstag, 3. Mai 2012

Ahoj, Bořeň


Das lange Wochenende wurde natürlich genutzt, zumal das Wetter eher Hochsommer als Frühjahr war. Da Sarah Lehrgang hatte, bin ich mit Karsta, Tino und Hans an den Bořeň ins Nachbarland gefahren. 4 Tage voll mit klettern standen an. Unsere Unterkunft haben wir auf einer Wiese direkt unterm Bořeň aufgeschlagen. Wasser haben wir auch gefunden, nachdem wir letzten Jahr vergeblich die Quelle gesucht hatten.

In den nächsten 4 Tagen sind wir immer der Sonne auf der Flucht gewesen - unser Ziel war immer ein schattiger Felsen, da in der Sonne durchaus mal 35°C werden konnten. Und dann war der Fels auch noch schwarz und ordentlich aufgeheizt. Trotzdem haben wir uns mit Verschneidungen, wunderschönen Rissen und auch ein paar Wänden herumgeschlagen, wobei wir meist erfolgreich gewesen sind.

Gings dann doch mal in die Sonne, kam man sich vor wie auf einem Grill, Sonne von hinten, heißer Stein von vorne. Nur mit dem Wenden war´s etwas kompliziert :). Zur Erholung gabs dann im Schatten immer eine Hängematte und Märchen für die Kleinen vorgelesen. So lässt es sich ertragen.
Märchenstunde mit Onkel Tino

Gleich geht´s in die Südwestseite zum Grillen! Im Schatten wäre es ja auch zu kalt gewesen....

Insgesamt bietet der Bořeň viel Platz zum Klettern bei beeindruckend vielfältigen Felsformationen. So sind wir alpine Mehrseillängen genauso geklettert, wie auf kleine zierliche Nadeln.
Abends haben wir immer ein schönes Lagerfeuer gemacht und Geschichten von früher erzählt. Ich hab mehr zugehört, denn so viel Früher habe ich ja noch nicht miterlebt... :)
Am Dienstag sind wir dann wieder zurückgefahren, mit vielen neuen Wegen im Gepäck und dem Gewissen, dass unser Erster Halt im Sommerurlaub hier sein wird. Ohhhhhhh, das wird SCHÖN!!!!!!!!!


Donnerstag, 5. April 2012

Das Wandern ist des Müllers Lust

aber uns hat es auch gefallen, obwohl kein Müller dabei war.
Wir waren am Wochenende mit einem Teil unserer Kids + Eltern im Schmilkaer Kessel wandern. Start war in Schmilka, dann haben wir Karten und Kletterführer unter den Kids verteilt und unser nächstes Ziel festgelgt: die Starke Stiege. Jedoch ist der Einstieg so unscheinbar gewesen, dass wir dachten, wir hätten den Einstieg verpasst. Dann jedoch wurde zum Ersten Mal der Hinweis in unsrer Ausschreibung "nicht Kinderwagentauglich" erreicht. Steil ging es hinauf und die Ersten Eltern kamen an ihre Grenzen (wenn die dort schon gewusst hätten, wie´s weitergehen würde... :).
Die Eltern in der Starken Stiege
Da wir uns als Ziel gesetzt hatte auf relativ unbekannten Wegen um den Schmilkaer Kessel zu wandern, ging es auf Kletterzustiegen weiter in Richtung Rotkehlchenstiege. An herrlich ausgetzten Passagen ging es vorbei, die Kids natürlich immer vorneweg...
Das Wetter war uns entgegen aller Vorhersagen bisher hold, doch kurz vor der Rotkehlchenstiege fing es mal kurz an zu regnen. Da aber die "Power-Ranger-Höhle" gleich daneben lag, haben wir dort im trockenen eine kleine Rast gemacht. Weiter ging es danach am Turm am verborgenen Horn vorbei zur Heiligen Stiege. Dort warteten 293 Stufen auf uns, denn unser Rastplatz war die Bussardboofe. Dort erreichten uns sogar ein paar Sonnenstrahlen.

Rast an der Bussardboofe
Nach der Mittagspause durften die Stufen nocheinmal gezählt werden, diesmal jedoch runterzu. Weiter ging es dann zu unserem Highlight: die Rübezahlstiege. Dort angekommen schauten viele erstmal verdutzt, denn der Weg sah eher nach einem Kletterweg aus, als nach einer Stiege. Dank der weggeflexten Metallbügel wird daraus auch ein recht anpruchsvoller Weg. Natürlich fing es an zu regnen und graupeln, als wir einstiegen. Vor allem die Eltern waren beeindruckt, wie steil die ganze Sache nach oben ging und die Höhle,die im oberen Teil duchklettert werden muss, hat bei machem ein große Portion Mut erfordert. Den Kids hats gefetzt!
Die Höhle im oberen Teil erforderte schon eine gute Kamintechnik
 Anschließend ging es über den Lehnsteig hinunter und in Rchtung Wurzelkopf. Dort brütet aber zurzeit der Wanderfalke, sodass wir den direkten Weg zum Wurzelweg genommen haben. In Schmilka angekommen freuten wir uns, die "Wildnis" hinter uns gelassen zu haben.
Schick war´s gewesen und wir freuen uns auf das nächste Wochenende, wo hoffentlich wieder schönes Wetter wird, damit wir Osterboofen gehen können.

Viele Grüße

Sarah und Basti