Dienstag, 10. Mai 2016

Tag der Arbeit in Wolkenstein

Nachdem wir den TopRope-Tough-Guys-Wettkampf erfolgreich hinter uns gebracht hatten, mussten wir das schöne Wetter am 1. Mai nutzen. Da Gerald noch in Chemnitz weilte, trafen sich alle Kletterführerautoren an der Zentralwand in Wolkenstein. Wir waren mit dem Auto ein paar Minuten eher als der Zug da und fingen schon mal an, den Wandfuß unterhalb des Boys mit Hütten und Sitzgelegenheiten zu verschönern. Emma hat fleißig mitgehlofen und sogar eine kleine Blindschleiche gesehen.
Da wir am Boy selber noch nicht so viel geklettert sind, haben wir das heute gleich mal nachgeholt. Cowboy (6+), Multiboy (eher 6) und das Wolkensteiner Klettertreffen (7) sind für uns dabei abgefallen, alles recht schöne und gut gesicherte Routen. Als Abschluss hab ich mit Gerald noch zwei längere neue Touren von Daniel geklettert: Thor´s Hammer (7) und der Direkte Frühlingswind (7+). Beide sehr, sehr schön, aber aufgrund der geringen Begehungen (waren ja bisher noch nicht veröffentlicht) an manchen Stellen ein bisschen verflechtet. Das sollte sich aber ab 24.05. ändern :)
Schaffe, schaffe, Häusle baue
Ingo auf der "Reise zum Regenbogen" (6-)
Gerald in der plattigen Stelle des "Wolkensteiner Klettertreffens" (7)
Besuch des lokal ansässigen Federviehs
Sarah im "Multiboy" (6)
Viele Grüße,
Basti

Freitag, 8. April 2016

Weiber-Kletter-Urlaub in Südfrankreich

Lehrer sein, ist einfach nur geiiillll!

Meine neue Berufung verschafft mir nicht nur unglaublich tolle Zukunftsperspektiven, super tolle Schüler und Kollegen sondern auch richtig viel Urlaub!
Damit die Osterferien nicht zuhause abgesessen werden müssen, habe ich mich entschlossen irgendwie und irgendwohin in den Kletterurlaub zu fahren. Aus einer "Schnapsidee" unter Bekannten und Freunden wurde dan aber doch Ernst: Jipiieeeee ich kann mit nach Südfrankreich zum Klettern fahren! Geil! Der letzte große Kletterurlaub vorm Zwerg Nr.2 ... das darf ich mir nicht nehmen lassen!

Da ich mich in Südfrankreich mit unseren Freunden Alex, Nienke und Eline treffen will (die gerade auf großer Reise sind...), überlege ich, ob ich Emma gleich mitnehme. Da ich unserer Dicken ihre beste Freundin nicht vorenthalten will und dies auch erstmal die letzte Chance für einen MamaTochter-Urlaub ist, darf Emma schließlich mitfahren.

Am Grün-Donnerstag gehts nach Schule und Kindergarten sofort nach Leipzig, wo wir noch ein paar liebe Leute vom BSV einpackten. 8 Tage werden wir mit dem BSV-Leipzig auf dem Zeltplatz verbringen, und klettern und wandern, wie und mit wem uns beliebt. Nach super-dickem Berufsverkehr kamen wir 18 Uhr in Leipzig los und lließen nach einer anstrengenden Fahrt und ca.14h Fahrt die rund 1300km hinter uns.
Die Fahrt über Nacht ersparte uns viele Pausen, da die Kids im Auto schlafen konnten, während wir Großen abwechselnd Fahrdienst spielten.
Klar ist, dass der Folgetag für uns als Fahrer wegen Schlafmangels natürlich im A.... war.
Doch ein gemütliches Frühstück auf dem Zeltplatz, chilliges Zeltaufbauen und Zeltplatzerkunden sowie ein ausgedehnter 3-h-Mittagsschlaf sowie ganz viel Tobezeit auf dem Spielplatz vor Ort ließen den Tag dennoch richtig schön werden.

 Den Samstag verbrachten Emma und ich mit der Jugend vom BSV am Cirque de Gens. Das ist quasi das 3km entfernte Hausklettergebiet mit massenhaft tollen Routen. Viele Touren sind echt SPECKtakulär, nicht nur wegen der (teils komplett fehlenden) Reibungskomponente des Kalkes sondern auch der grandiosen Aussicht auf den Canyon, den die Ardeche durch den Kalkstein gefressen hat.
An diesem sehr sonnigen und heißen Tag gings per Pedes an den Fels, Emma durfte ihr Laufrad mitnehmen und ich den großen Kletterrucksack. Emmas kurze Beine konnten natürlich nicht lange dem Tempo der Jugend mithalten und auch das Laufrad war wegen lockerem Rad und Sattel auch keine große Hilfe.
Also schalteten wir einen Gang runter und liefen gemütlich hinterher und folgten den Spuren der JuGru bis an die Wände. Mein Urlaubsziel, jeden Klettertag mit mindestens 3 Touren zu absolvieren, gelang heute unter lautstarkem Protest von Emma. Die ganzen fremden (aber sehr lieben) Leute waren ihr dann doch etwas suspekt.
Der Rückweg wurde mir etwas erleichtert, indem ein paar liebe Jungs mir den riesigen Kletterrucksack mit dem Auto mit auf den Zeltplatz nahmen. Sodass ich die erschöpfte Emma, ihr kaputtes Laufrad wenigstens mit weniger Gepäck heimbegleiten konnte. Natürlich brauchten wir wieder viiieeel länger, aber ich bin mächtig stolz darauf, dass unsere kleine Emma (bis auf 100m) den kompletten Weg eigenständig gelaufen ist! Immerhin standen mindestens 6km auf Emma´s Kilometerzähler....
die kleine Wandermaus beim Balancieren

ein kleiner Teil des Cirque de Gens

Der Sonntag verlief dann wegen Regen eher gemütlich.
Der Osterhase (wer auch immer das war...) hatte allen Kindern eine kleine Süßigkeit vors Zelt gelegt und auch vom Zeltplatz-Bäcker bekam Emma ein Osterei. Somit war Emmas Tag mit Pfützenhüpfen, spielen und matschen echt perfekt, ganz abgesehen von Mamas Tag, die eigentlich nur damit beschäftigt war, Emma trockenzulegen und Bus und Zelt vor kindlichen Schlamm-Schuh-Attaken zu schützen.
Am Nachmittag kam dann die Sonne raus und wir zwei wanderten flussaufwärts (geniale 500m!) und verbrachten den Rest des Tage in der Hängematte.

Sonntag Nacht kamen Konings dann endlich an und Emmas Mama-Verlustängste ließen in den folgenden Tagen erheblich nach. Endlich hatte auch ich Urlaub, denn durch Eline, war Emma gut abgelenkt und Alex und Nienke verschafften mir auch sehr viel Freiraum und Klettermeter, indem sie die Mädels auch mal betreuten.
Zwei Tage verbrachten wir in den Klettergebieten bei Balazuc, wobei wir an einem malerischen, autark geführten Dorf mit 10 Einwohnern, 6 Schweinchen, 4 Hunden, Ziegen und einigem anderen Getier vorbeikamen und dort auch unseren Cafe o lait nach dem Klettern genossen. Herrlich!
Am Dienstag fuhren wir an die Chassezac in den Sektor Mazet Plage. Hier waren wir während unserer Elternzeit schonmal und die Kids konnten sich in dem herrlichen Gelände unbeschwert austoben während Mama dann auch noch ne 6a -trotz dickem Bauch-nachsteigen konnte.

Den Mittwoch verbrachten wir nochmal am Cirque de Gens. Heute hatte Alex Ruhetag und wanderte mit den Mädels zu uns. Nach Rekordverdächtigen 3,5 Stunden für 3km erreichten uns die Drei dann erleichtert.
Ein echt geiler Tag...denn heute waren 5 oder 6 Touren für mich drin und davon eine 6a+.

Der vorletzte Tag war dann wieder von wechselhaftem Wetter geprägt. Nochmal gings in den Cirque, diesmal hatten Nienke und ich die Mädels Betreuung inne, aber Eline hatte heute auch Regenwetter im Gesicht. Die Mädels brauchten mal ihre Ruhe voreinander, so schlumperten wir eben allein zum Fels.
Dann regnete es auch noch den Rest des Tages, sodass wir unseren trockenen Platz unterm Überhang aufgaben und uns erfolglos ein Cafe in Roums suchten.
wir krabbeln in Löcher und finden tolle Höhlen...

die Ardeche bei Chauzon, kurz vor dem Cirque de Gens

Durchgekühlt und nass füllten wir unsere Energie und Motivationslöcher im Kaminzimmer auf dem Campingplatz wieder auf. Bevor es dann zum großen ResteFressen ging: eine andere Jugendgruppe hatte uns ihre Rest-Lebensmittel geschenkt und so futterten wir den ganzen Abend (Chilli con Carne, Grill-Burger und Nudeln) bis wir um zehn komplett übermüdet in den Schlafsack fielen.

Am Samstag hieß es dann auch schon wieder packen und heimfahren. Da wir gegen Mittag aufbrachen und einen Teil der Strecke tagsüber fuhren, brauchten wir auch deutlich länger nach Hause. Sonntag früh um 6 Uhr erreichte ich mit Emma, pünktlich zum Sonnenaufgang, unser Zuhause und fielen sofort in die Koje.

Fazit: ein echt cooler, aber sehr anstrengender Urlaub konnte uns mal wieder so richtig aus dem Alltag rausholen.  Emma ist eine tolle Reisebegleiterin und mag das Zelten sehr. Auch das Schlafen im Schlafsack klappt hervorragend. Lediglich der häufig fehlende Mittagsschlaf und Papas Abwesenheit machte den Urlaub etwas anstrengend. Die Reiselust ist geweckt und wir freuen uns schon riesig auf die nächste große Reise! Allerdings haben wir uns geschworen unseren Papa das nächste Mal mitzunehmen, denn der hat uns echt gefehlt!Also müssen wir dringend noch ein paar Urlaubstage für ihn rausholen!

Vielen lieben Dank an alle Mitfahrer, Helfer und Freunde, die uns so toll unterstützt haben!
Weitere Bilder folgen, sobald ich sie bekommen habe.

Ganz liebe Grüße
Emma und Sarah


Dienstag, 29. März 2016

Osterboofen

Dieses Jahr gestaltete sich die Ostereiersuchen ganz nach meinem Geschmack: kalt, wild und mit viel Fels. Wie immer ging es zu Ostern hinaus ins Elbi, diesmal für 3 Tage. 
Die Anfahrt am Samstag gestaltete sich aufgrund technischer Probleme bei der Dresdner S-Bahn ein bisschen länger, da es aber sowieso geregtnet hatte, waren wir nicht in Eile. Nach 3x Umsteigen waren wir schließlich in Schmilka und schulterten unsere schweren Rucksäcke. Eine kleine Stärkung musste an der Mühle noch mitgenommen werden, bevor wir uns hinaufarbeiteten. Liefen wir anfangs noch im Pulk, waren wir spätestens an der Abzeigung zur Starken Stiege allein. Die Steilstufe hinauf ging es mit den ersten Sonnenstrahlen und im T-Shirt. Auf schmalen Pfaden mit schönem Ausblick liefen wir an der Rotkehlchenstiege vorbei zur Heiligen Stiege. An allen Treffpunkten mit offiziellen Wanderwegen war mächtig was los, ansonsten haben wir kaum jemanden gesehen. Da wir noch jede Menge Zeit hatten, haben wir auf dem Carolafelsen eine Stärkungsrast eingelegt, bevor wir durch die Wilde Hölle abgestiegen sind. Da wir keine Lust auf breite Wege hatten, sind wir den Kletterpfad immer an den Affensteinen entlang gelaufen und haben ehrfürchtig die Ringe in glatter Wand begutachtet... 
In der Starken Stiege
Ausblick vom Carolafelsen - ein Foto, dass bestimmt nur wenige haben... :)
Durch die Wilde Hölle ging es wieder hinab
Als wir schließlich in unserer Boofe am Wildenstein angekommen sind, wurde erstmal Siedler von Catan gezockt. Beim Sonnenuntergangs-schauen haben wir dann noch eine Packung Toffifee gefunden. Frohe Ostern! :)
 Ich war natürlich schon in der Früh wach und es war recht frisch - vereinzelt hatten wir Reif. Da ich mir aber den Sonnenaufgang ansehen wollte, hieß es anmummeln und los. Sehr schön, nur der Ostwind war echt schweinekalt.
Bloßstock im Morgenlicht
Nach einem leckeren Frühstück sind wir zur Zyklopenmauer gelaufen. Unser Ziel war es, in der Sonne und im Windschatten zu klettern, es waren ja 18°C angesagt, könnte also T-Shirt-Wetter werden... Die Sonne hatten wir in der Wand, jedoch auch jede Menge Wind, sodass ich außer beim Klettern die Daunenjacke kaum ausgezogen habe... Allerdings entschädigten die Wege: Zum Aufwärmen ging´s den "Südriß" hinauf (VIIa), um sich an die Eisenplatten zu gewöhnen, denn anschließend war die "Plattenwand" dran (VIIc). Herrlich! Kleine Leisten und Henkelchen auf einer senkrechten Wand. Das hätte ewig so weitergehen können. Da es uns dann doch zu windig geworden ist, sind wir zur Glocke umgezogen. Dort ging Sören direkt den "Direkten Abendgong" an. Der stand noch nicht im Kletterführer, ssah aber ganz machbar aus. Eine Knirpelwand mit Ring und dann eine Rinne mit einem Zweiten. Anspruchsvoll, für Größere vielleicht etwas schwerer als die angegebene VIIc. Der Ausstieg ist jetzt auf jeden Fall wieder sauber. Der letzte Weg des Tages war dann die "Kleine Reibung" (VI) auf die Glocke. Wahrscheinlich der sauberste Weg hier.
Im "Südriß" (VIIa) mit ein paar Zuschauern (Zitat: "Ein bisschen verrückt muss man da aber schon sein, oder?")
Herrliche Kletterei in der "Plattenwand" (VIIc)

Tobi im Nachstieg
Friedrich balanciert die runde Kante der "Kirchturmstiege" (VIIa) hinauf
Jetzt kommen die schweren Meter im "Direkten Abendgong"(VIIc)
Wieder eine herrliche Abendstimmung
Der Abend wurde etwas länger, da wir nun zu 6. in der Boofe waren. Am Ostermontag besuchte und der Friedrich-Osterhase und hat seine 49 Eier versteckt, die wir natürlich erst suchen mussten, ehe wir klettern durfen. Zum Warmwerden ging es für uns über die "Südwand" (VIIa) auf den Steinbachturm hinauf. Ein Klassiker von Hasse. Sören hat sich dann die "Sandalenpower" (VIIIa) hinaufgepatscht, den ich im Nachstieg nur mit sehr lauter Atmung machen konnte. Da wir wieder ein bisschen in die Sonne wollten, ging es zum Abschluss noch an die Wildensteinscheibe. Mit der "Direkten Ostkante" (VIIb) gab es dort eine wirklich klasse Kantenkletterei. Zum Anschluss sind wir noch die "Silvestervariante" (VIIc) hinauf. Da die Rippe vorm Ring zwar eine wunderbare Zackenschlingenposition abgibt, kleine Anklopfer aber mit Vibrationen antwortet, musste ich erstmal meine Nerven sammeln. Am Ring dann nochmal kurz durchschütteln und die letzten reibigen Meter hinauf. Geschafft!
Ein wunderschönes Ostern!
Guten Morgen!
Unsere Beute!
"Direkte Ostkante" (VIIb) an der Wildensteinscheibe
Viele Grüße,
Basti

Sonntag, 20. März 2016

Rochlitzer Berg

Das Wetter ist ja aktuell nicht gerade sehr Kletterfamilien-freundlich. Weder kann man gescheit im Schnee etwas machen, noch draußen länger als 10 Minuten rumstehen ohne zu frieren. Da hilft es also nur, ständig in Bewegung zu bleiben - wandern zum Beispiel. Und wenn man eh nicht klettern gehen kann, können zumindest neue, bisher unbesuchte Klettergebiete erkundet werden. So waren wir letztes Wochenende am Rochlitzer Berg wandern. Von Biesern aus ging es die Mulde ein Stück aufwärts den Mulderadweg entlang, bis uns ein schöner Spielplatz und ein paar Schafe zu einer kleinen Verweilpause eingeladen haben. Da aber ein eisiger Ostwind ging, fiel diese nicht so üppig aus... Anschließend haben wir mächtig Ausdauer trainiert: der Aufstieg zum Rochlitzer Berg stand an. Mit Croozer bzw. Emma auf den Schultern ging hier ganz schön die Pumpe. Im Wald waren die Wege durch Holzfällarbeiten ganz schön zerwühlt, sodass wir schlussendlich über ein paar schön angelegte Dowhill-Trails bis zum höchsten Punkt gelaufen sind. War bestimmt die erste Befahrung durch einen Fahrradanhänger :).
Oben angekommen zog es uns natürlich sofort zu den alten Steinbrüchen. Mega beeindruckend. Hier gibt es Rißlinien in aalglatter Wand. Ohh, wenn es doch trocken und ein bisschen wärmer wäre... Nach ausgiebiger Begutachtung ging es dann aber weiter, die Kälte kroch wieder langsam unter die Klamotte. Über den Lutherweg bzw. einer abenteuerlicheren Variante ging es wieder zur Mulde hinab und weiter bis Rochlitz. Dort ging es dann wieder auf die rechte Flussseite hinüber und nach einem kurzen Aufstieg standen wir wieder am Auto. Eine schöne Runde, gerade mit Kindern.
Auf dem Mulde-Radweg

Solche schönen Spileplätze gibt es bei uns in der Nähe leider nicht...

Bekanntschaften am Wegesrand

Der Aufstieg zum Rochlitzer Berg

Der Bruchwächter

Der Gleisbergbruch ist bestimmt 30m tief
Blick auf den "Leuchtenden Pfad" (VIIIa)


Blick auf die Altstadt von Rochlitz

Sonntag, 21. Februar 2016

21. offizieller Reudnitzer WG-Bouldercup

Dieses Wochenende wurde uns eine große Ehre zuteil: Wir waren zum 21. Reudnitzner WG-Bouldercup eingeladen. Dies ist eine exklusive Boulderveranstaltung mit großer Starbesetzung - Quatsch! Friedrichs und Alex´ alte WG in Leipzig besteht zu einem Großteil aus OSB-Platten mit einem Raster aus Einschlagmuttern. Jedes Jahr findet dort ein kleiner Bouldercup statt, zu dem man eingeladen wird. Wir waren es und waren sehr gespannt.
Halb zwei trafen wir ein und überraschten die meisten noch beim 2. Frühstück. :)  Eine faszinierende WG. Außer Bad und Küche gibt es überall mehr oder weniger Kletterwände. Der Ablauf sah vor, dass gemeinsam abgeschraubt wird und dann im Team Boulder kreiert werden. Anschließend stand der anstrengende Teil bevor: der eigentliche Bouldercup. Mit einem großen Buffett voll Leckereien konnten aber die verlustig gewordenen Kalorien doppelt wieder zugeführt und somit die eigene Wettkampftauglichkeit aufrecht erhalten werden. Fast 30 StarterInnen machten mächtig Stimmung. Die Nachbarn scheinen seht tolerant zu sein - auch ein Schlagschrauber nachts um 11 brachte keinerlei Reaktion.
Um es kurz zu sagen: Es war geil! Boulderrouten mit bis zu 15m Länge, Sprünge, Spreizen,... Alles war geboten. Wir freuen uns aufs nächste Jahr!

Gemeinsames Schrauben der Boulder
Auch akrobatische Elemente waren vorhanden
Kreativer Routenbau
Kurze Pause...
Im Flur dominierten Dächer
Die ehemaligen WG-Bewohner

Ich kenn solche Bilder sonst nur aus Mayen...

Andrang...
Viele Grüße
Basti

Sonntag, 7. Februar 2016

Ja wir leben noch!

Man mag es kaum glauben, uns gibt es noch! Auch wenn unsere Einträge etwas anderes sagen mögen. In den letzten Wochen waren wir froh, wenn wir mal ein paar Minuten hatten und da war ein Blogeintrag nicht prioritär. Da wir uns beruflich komplett verändert haben, mussten wir uns dort erstmal einleben. Ein zusätzlicher "Zeitfresser" war für mich der neue Erzgebirgskletterführer. Zusammen mit Ingo und Gerald werden wir dieses Frühjahr einen neuen Kletterführer vom gesamten Erzgebirge im Geoquestverlage herausgeben. Was ich vorher nur geahnt hatte, hat sich doppelt und dreifach bestätigt: Es geht unheimlich viel Zeit drauf. Etliche Tage konnte ich mich zu Hause freieisen und habe Wände fotografiert, Skizzen gemacht, Bohrhakenpositionen überprüft, den ein oder anderen Busch entfernt. Abends hieß es dann Informationen zusammensammeln, sortieren, Topos malen... Aber jetzt bin ich mit meinem Teil fertig und warte gespannt aufs Ergebnis. Im Frühjahr wird es dann soweit sein.
Freut euch auf schicke und übersichtliche Fototopos mit etlichen neu erschlossenen Felsen und vielen neuen Wegen!

Nichtsdesto trotz haben wir natürlich auch ein paar Unternehmungen gemacht. So waren wir am 2. Weihnachtsfeiertag bei frühlingshaften Temperaturen im Elbi unterwegs. Damit uns nicht so warm wurde, haben wir unseren Weg immer im Schatten oder durch Schlüchte hindurch gelegt... Naja, warm ist uns durch die Aufstiege geworden.
Auf der unteren Affensteinpromenade - natürlich im Schatten
Silvester haben wir wieder mal auf der Königsteiner Hütte verbracht. Das alte Jahr verabschiedete sich sehr stürmig und wir wurden mit einer leichten Zuckerschicht im neuen Jahr begrüßt. Eine 6-stündige Neujahrswanderung hat dann den ein oder anderen ganz schön zugesetzt... :)

Der begehrteste Platz in der Hütte war auf dem Kamin

Die letzten Meter unserer Neujahrswanderung im letzten Tageslicht, schwere Beine aber viele Kinderlieder...
Zwischenzeitlich gab es dann ja auch mal ein bisschen Winter. Das hat uns und vor allem Emma natürlich total gefetzt und so waren wir das ein oder andere Mal rodeln. Den leider bislang letzten Schnee haben wir dann zum Landesjugendleitertag in Rathen durchwandert. Erst gab es Unmengen Neuschnee, die eine perfekte Grundlage für´s Langlaufen zu Hause gegeben hätten, danach regnete es aber alles inerhalb von Stunden wieder weg. So ne Sch... Also sind wir anstelle einer Winterwanderung ins SBB Vereinszenttrum klettern gegangen. Zusammen mit Eline ist Emma dort 6h wie eine verrückte herumgetobt, gerutscht,gehüpft und geklettert. Ein Dreamteam...
Die wenigen Schneetage wurden bis in den frühen Abend hinein genutzt

Unsere kleine Winterwanderung vorm Landesjugendleitertag

Das könnte unsere zukünftige Landesjugendleitung sein
Wenn schon kein Schnee liegt, geht´s halt auch mal in den Tierpark
Dieses Wochenende haben wir dann mit Tobi den Startschuss zu unserem nächsten Großprojekt gelegt: unser Boulderraum nimmt jetzt langsam Gestalt an. Im Ende werden wir ca. 16m² Boulderfläche haben. Zum abendlichen Fingerzerstören völlig ausreichend... Das Grundgerüst steht und wir müssen jetzt nur noch die Platten vorbereiten und anschrauben... Ohhhh, das wird schön...
Teil 1 ist fertig... Und ein paar Boulder gibt es hier auch schon.
Viele Grüße
Basti