Samstag, 2. August 2014

Harz 7 - JDAV Sommerferienkletterlager

Dieses Jahr verschlug es uns zum Sommerferienkletterlager mal nicht in den Sandstein. Unser Ziel war der westliche Teil des Harzes, wo wir eine Woche lang im Granit rumgehampelt sind. Diesmal sind es ein paar mehr Bilder geworden, daher sortieren wir das jetzt mal nach Tagen:

Samstag
Anreisetag. Obwohl wir schon langen Radstand haben, waren alle Autos bis zum Rand beladen. Croozer, 3 Crashpads und Ausrüstung für 13 Personen nehmen aber auch ne ganze Menge Platz weg. Die Hilde war tiefergelegt - wir haben nachgerechnet: wir waren 20kg über der zulässigen Zuladung :-)
Nach 3h Fahrt sind wir dann an unserer Unterkunft angekommen, die Malepartushütte in Oderbrück. Da es auch auf 800 mNN noch viel zu heiß war, sind wir für den Rest des Tages zum Oderteich gewandert, die Badesachen im Gepäck. Über Moore ging der Weg, sodass wir den Croozer öfters tragen mussten bis zum Badebereich an der im 18.Jh. erbauten Talsperre. Hier war natürlich schon einiges los, aber wir haben trotzdem ein schattiges Plätzchen ergattern können. Die Abkühlung tat wirklich gut und auch Emma hat sichtbar viel Spaß beim Planschen gehabt.
Der Oderteich - sehr geil zum Baden

Emma in ihrem Element
Tonnenweise hingen die Blaubeeren am Wegesrand
Sonntag
Am Sonntag stand der Erste Klettertag an. Es ging ins Okertal, welches einen ganzen Kletterführer füllt. Gespannt haben wir Ausschau nach imposanten Gipfeln gehalten, doch auf den ersten Blick fällt gar nichts so richtig auf. Erst auf Höhe der Marienwand schieben sich imposante Granitgestalten aus dem Berghang heraus.
Aufgrund der Hitze haben wir uns allerdings ein paar kleine Felsen rund um den Tank ausgesucht. Schön im Wald am Westhang gelegen waren hier die Temperaturen noch halbwegs erträglich. Die Einstiege waren zwar teilweise nur durch Himbeergestrüpp zu erreichen, aber die Felsen recht sauber und mit herrlichen Rissen und Reibungsplatten garniert. Hier sind alle nach Herzenslust geklettert (wobei die Lust durch die Wärme manchmal ein wenig wenig war). Riß und Reibung waren sehr dominant und alle haben sich (mehr oder weniger heroisch - nor, Kelly) wacker geschlagen.
Dass in direkter Nachbarschaft  noch ein paar Boulderblöcke rumlagen, hat für ein wenig Abwechslung gesorgt. Hier merkt man erstmal wie schwer die unteren fb-Schwierigkeitsgrade sein können, wenn man nicht mal seinen Arsch hochbekommt.

Bianca in der "Nordkante" (IV+) an der Hauskante
Tobi klemmt im "Rechten Südrß" (III) am Nachbar
Luise hangelt sich die "Westseite" (III+) am Nachbar hinauf

Kelly reibt sich die "Tigerkante" (V+) hinauf

Kletterversuche
Nancy auf dem Weg zur glatten SW-Kante (VI-)
Abendliche Routine: Werwolf spielen

Montag
Der Montag startet nicht so berauschend - Regen. Dadurch hatten sich (zumindest auf Höhe der Hütte) die Temperatur schon merklich abgekühlt. An klettern war natürlich nicht zu denken, also bin ich mit Joni nach Braunlage zum Einkaufen gefahren (26°C bei fast 100% Luftfeuchte - eine richtige Waschküche...), während der Rest sich die Zeit mit diversen Seil- und Gymnastikübungen vertrieb.
Ab 11 war es von oben trocken und ab da haben wir die Fußbusse geschnürt und sind ein wenig auf der Hochebene wandern gegangen. Von der Hütte ging es den Königsweg über schöne Wege in Richtung Torfhaus. Auf halber Strecke sind wir dann nach rechts mit grober Richtung Brocken geschwenkt. An dessen Abzweig mussten wir entscheiden, ob wir einen Gipfelsturm wagen wollten, oder nicht. Mittlerweile wanderten wir 1m unter der Nebelgrenze und der Brocken ist ja für Wetterkapriolen bekannt. Nichtsdestotrotz sind wir über den alten Kolonnenweg und danach immer entlang der Brockenbahn bis ganz hinauf gelaufen. Oben angekommen empfangen einen die typischen Touristen, die ohne Bahn oder Pferdegespann nie auf so eine Höhe kommen würden. Am Felsbrocken auf dem Brocken haben wir Rast gemacht und natürlich, wenn ein Fels da ist, muss der beklettert werden. Handlose Aufstiege, Durchstützprobleme, Faustrisse - was man aus so einem touristisch erschlossenem Gipfelblock alles herausholen kann...
Der Rückweg ging dann wieder entlang der Bahn zum Dreieckigem Pfahl, von wo aus wir über den Bodebruch wieder zurück zur Hütte sind. Emma hat fast den gesamten Abstieg verschlafen... wie knülle man vom Tragen und geschoben werden sein kann :)
Andere Blickwinkel
Durchs Moor zum Brocken
Nebel drückt
Auf dem Brocken aufm Brocken
Was gibt´s denn hier zu sehen?
Dienstag
Heute war wieder Sonne pur angesagt. Diesmal ging es in den Ostharz, genauer nach Schirke zum Kleinen Feuerstein. Der erste Schreck gleich am Parkplatz: 5€ pro Auto... Die haben doch die Meise. Kostenlos dazu gibt es ständige "Fahrt zum Brocken"-Rufe von den Pferdekutschern (24€pP für hoch und runter...)
Naja, los ging´s in Richtung Bahnhof. Beim Aufstieg merkten wir schonwieder, dass es immernoch recht feucht und warm war - die Brühe lief... Vom Bahnhof geht es dann nur noch 100m eine Schneise in den Wald hinein, bis man vorm beeindruckenden Feuerstein steht. Schön auf flachem Waldboden (der durch viele Granitbrocken bestimmt schön für Kleinkinder zum rumtoben ist) steht er freigeschnitten da. Schon bevor wir in den Kletterführer geschaut haben, sehen wir einige Hammerlinien.
Ich hatte zuerst Kletterzeit und bin gleich in den Westriß (VI). Herrliche Kletterei, überall Henkel und schöne Handklemmer bei bombastischer Absicherung. Einzig der wirklich sehr kurze enge Kaminausstieg ist ein wenig schindig. Währenddessen wurden noch die "Nordwand" (IV) und der "NW-Weg" (III) belagert und mit Erfolg gestürmt. Tobi erhöhte seine Vorstiegsschwierigkeit mit dem "Südwestweg" auf V, Sören kämpfte mit dem "Feuerzauber" (VIIIa) und bezwang ihn letztendlich. Sarah ist auch den Westriß hinauf und nach einem erneuten Bodenpersonalwechsel bin ich die "Direkte Südwand" hinauf (RPVIIc). Unten gibt es herrliche Kellen, die man in Granit gar nicht erwartet und oben hat man ein fetten Boulderproblem über ein kleines Dach. Das wurde durch geschätzte 40°C in der Wand nicht einfacher, aber geknackt hab ich´s trotzdem. Nur meine Nachsteiger hingen ein wenig an der Stelle, sodass ich mir 2 sonnig rote Oberschenkel geholt habe.
Kommunikationsprobleme: Luise ausrüstungslos in der "Nordwand", nur der unter Teil war noch mit Sicherungen eingehangen, der obere Teil wurde schon ausgebaut. Ach ja.... :)

Sarah im Westriß (VI)

Bodenpersonal

Sören kämpft im "Feuerzauber" (VIIIa)
Küchendienst
Mittwoch
 Okertal die 2. Unser heutiges Ziel war die Marienwand. Schon von der Straße sieht dieses schön freigestellte Wand sehr imposant aus, da 60m hoch.
Unsere Zustiegsvariante erweist sich als sehr hitzefreundlich - einmal quer durch die Oker. Direkt am Fluß ist eine große ebene Fläche die von ein paar Bäumen Schatten gespendet bekommt, direkt dahinter steigen die Felswände auf. Fantastisches Kindergelände (für Große und Kleine). Wir haben unser Tarp noch zusätzlich aufgespannt und die Crashpads teilweise als Liegefläche genutzt, teilweise um den benachbarten Block zu bebouldern.
Heute gab es für alle eine große Portion Mehrseillängen. Geklettert haben wir:
"Alte Südwand" (IV+), "SW-Kante" (IV), "Balkonweg" (VI), "AV Direkter Balkonweg" (VI+), "Gecko alive" (VI+), "Südrinne" (III), "SO-Grat" (II) und den ersten Teil vom "Eichhörnchenweg" (V+). Ordentliche Ausbeute also.
Sarah und ich wollten eigentlich mal zusammen ne lange Tour klettern (Balkonweg), da Emma gerade eingeschafen war und wir gerade mal wieder genügend Bodenpersonal hatten. Sarah hat es aber kaum bis zum Ausstieg geschafft, da ging hinter mir die Sirene an und ließ sich auch von 4 verschiedenen Leuten nicht beruhigen. Also ist Bianca nachgestiegen und ich hab den Grund für das Gebrüll gesucht - eine knallvolle Windel. Nach einer Runde Wickeln war die Welt wieder in Ordnung. So kanns gehen. Ich bin dann Gecko alive hinauf, eine Reibungsplatte par exelence. Die aufgeheizten Felsen haben sich zwar positiv auf den Sohlengummi ausgewirkt, aber dafür umso negativer auf die Hände - es ist halt kein Saugfähiger Sandstein, sondern Granit. Insgesamt aber ein hervorragender Weg
 Da hier fast alle Wege mehrere Sternchen haben und sich wirklich geil klettern lassen, haben wir die Hitze gar nicht so dramatisch wahrgenommen (obwohl die ganze Zeit Sonne in der Wand war). Strukturen aus Granit, die sich wie Sinter klettern lassen, begeistern einfach nur...
Die Oker lud natürlich zum Bad ein, das auch ausgiebig genutzt wurde.
Kelly in der genialen "Alten Südwand" (IV+) an der Marienwand
Was soll Mutti denn jetzt machen?

Den hab ich dir rausgesucht
Schau doch mal - so schwer ist der gar nicht...

Hochbetrieb - und außer uns waren keine Kletterer da

Zum Glück sind das nicht meine Eltern...
Abkühlung
Antonia steig die "SW-Kante" (IV)  nach
Abendliche Grillaktion vor der Hütte
Donnerstag
Heute war nur bis nach dem Mittag schönes Wetter gemeldet, also haben wir uns auf die Suche nach einer Halbtagsbeschäftigung gemacht, die aber kindertaugliches Gelände bietet. Da wir auch mal einen Tag bouldern gehen wollten, haben wir Heiko Apel´s "Harz Block" durchstöbert und haben das "Kreuz des deutschen Ostens" bei Bad Harzburg ausgemacht. 40 Minuten Zustieg klingen sehr gut (nicht Sportkletter-tauglich) und es gibt eine Menge leichter Boulder und auch ein paar Nüsse zum knacken. Nachdem wir in Bad Harzburg 3 Ringeln gefahren sind, haben wir den Parkplatz gefunden und uns auf den Weg gemacht. Nach 40 Minuten und einigen Höhenmetern waren wir auch da und es war schon schick. Eine Wildwiese mit herrlichem Ausblick auf das Harzvorland. Darauf ein Granitsockel, der mit einem riesigen Kreuz betont wird. Dazu recht absprungfreundliches Gelände. Das hatte natürlich zur Folge, dass (sobald das Tarp aufgebaut war), ich mit Emma alleine darunter saß und der Rest sich die 3 Crashpads teilte und Probleme knackte. Alles hier jetzt aufzuzählen wäre zu viel, aber von fb3 bis fb 6b haben wir alles gemacht. Sören hat eine ganze Weile am "Kreuzgang" (fb6c) getüftelt und als es dann langsam spannend wurde (alle Züge klappen), öffnet der Himmel seine Schleusen. Unterm Tarp und einem Überhang sitzen wir knapp eine Stunde und erzählen Geschichten, Emma isst Himbeeren und wir warten darauf, dass es aufhört.
Wieder trocken geht´s dann wieder zurück zum Auto und zur Hütte. Mit der Hilde war die Auffahrt nach Torfhaus echt spannend. 2. Gang, 30 km/h und alle "paddeln" aus dem Fenster - wir hatten definitv Spaß.
Abends war eine halbe Stunde Blaubeeren sammeln vor der Hütte angesagt - 3kg sind es geworden. Mit viel Joghurt und Eierkuchen haben wir die dann in den nächsten Tagen weggefuttert.
Nancy im "Kreuzstieg" (fb5a SD)
Kinderfreundliches Ambiente

Sarah, streck dich... (Dixie, fb5b SD)
erzwungene Regenpause
Freitag
Eigentlich wollten wir heute am letzten vollen Tag nochmal klettern gehen, aber das Wetter macht uns gehörig einen Strich durch die Rechnung - mehr oder weniger ohne Unterlass schüttet es, als gäbe es kein morgen.
Also haben wir eine Seiltrage gebaut und ein wenig rumgegammelt bis es mal weniger geregnet hat. Raus!!!! Wir wandern über den Märchenpfad eine Stunde durch Moor nach Torfhaus. Ein wirklich schöner Weg, halt leider nur nicht Croozertauglich. Aber Sören und Joni haben sich wacker geschlagen und Sherpa gespielt.
In Torfhaus waren wir kurz im Globetrotter (mittlerweile drascht es wieder als allen Rohren) und sind dann mit dem Bus wieder zurückgefahren (35€ für 2 Haltestellen/3min Fahrtzeit...)
Den Rest des Tages beherrschte ein Thema: Wehrwolf...
Der Märchenweg durchs Moor
Samstag
Nachdem die Hütte um 10 wieder blitzeblank war (zeitiges Aufstehen sei Dank) sind wir nach Schierke gefahren, um nochmal 2-3h klettern zu gehen. Eigentlich wollten wir an die Vogelherdklippe (kurzer Zustieg), aber da der eingezeichnete Parkplatz irgendwie ein Campingplatz war und nur für deren Nutzer beparkbar ist, sind wir weiter gefahren und dann an die Schnarcherklippen gegangen. Überraschung: wir haben einen Parkplatz entdeckt, der nichts kostet und das in Schierke!!!
Die beiden Klippen sind schon sehr eindrucksvoll, allerdings würde ein beherzter Freischnitt mal richtig gut tun. Die Hälfte der Wege will man gar nicht klettern (grün, Urwald, bähh) und der Rest war noch feucht von letzter Nacht. Einzig der Bereich um den Alten Weg an der Südlichen Schnarcherklippe war trocken. 4 Wege zwiachen I und VI haben gereicht, sodass wir mal wieder zu spät am Auto waren. Auch hier lässt es sich schön klettern und vom Gipfel kann man (geradeso) den Blick über den Harz schweifen lassen.
Nachdem wir Tobi abgegeben hatten, haben wir uns auf den Rückweg nach Chemnitz gemacht und sind dabei an den Teufelsmauern vorbeigefahren - da schlug doch das Sandsteinherz wieder höher. Allerdings werden viele Interessante Gründe hervorgebracht, dass man am Großteil der Ostharz-seitigen Gipfel und Felsen nicht klettern darf. Hier werden leider kompromisslos einseitige Interessen durchgesetzt. Schade, es würde sich sonst noch mehr lohnen.
Alex im Weihnachtsweg (III)
Insgesamt ist der Harz schon eine Reise wert. Allerdings sollte man sich vorher informieren, wo noch geklettert werden darf. Dort wo wir waren lohnt es sich aber auf jeden Fall.
 Den beiden Harz-Kletterführern merkt man auch an, dass sie schon ein bischen älter sind. Die Zustiegsskizzen sind eher informativ, besser ist es, man hat eine Wanderkarte dabei (hatten wir nicht). Auch der Boulderführer ist manchmal ein wenig verwirrend, was die Anfahrtsbeschreibung ist. Am Felsen/Block sind beide aber sehr gut.
Wir haben definitiv noch nicht alles gesehen - es wird also irgendwann nochmal einen Urlaub hier geben, allerdings brauchen wir nächstes Jahr zum Sommerferienkletterlager mal wieder ein wenig Sandstein - manchen hat man den Entzug schon angemerkt.

So, viel Text und Bild, daher hat es auch ein wenig länger gedauert. Derzeit bereiten wir unseren Bus noch ein wenig umbautechnisch auf unsere große Reise vor, daher ist an sportliche Draußen-Aktivitäten nicht zu denken. NUR NOCH 2 WOCHEN!!!!! Ohhhhh, das wird bestimmt schön... :)

Viele Grüße
Basti


Donnerstag, 10. Juli 2014

ein heißes Wochenende

Dieses WE standen neben dem Busausbau auch wieder ein paar Aktivitäten draußen auf dem Plan.
Nachdem Basti am Samstag fleißig geschraubt hat und wir unsere künftige Matraze auserwählt hatten, ging es noch ins Schweizertal um letzte Urlaubspläne für Frankreich, mit den Schrörs, zu schmieden.
Da es sehr warm war, haben wir uns gleich im Flußbett geparkt, die Babys und Männer haben mit mehr oder weniger großen Steinen gespielt und auch ich hab vergebens mein Glück an ein/zwei Bouldern gesucht.
Bananen-Emma

Gurgelmilio beim Feststellen, dass das Wasser viiieeeeeeeeel zu kalt ist ^^

hoffnungsloses Blockiertraining


Am Sonntag gings dann zeitig raus und ab ins Bielatal. Dort warteten Kelly und Micha und eine Familie, die ihrem Sohn einen Kletterausflug mit uns geschenkt hatten. Mit von der Partie waren die Flemmigschen Wanderer und Söri,der sich  mal wieder fleißig schwere Wege erkämpft hat. Respekt! :-)

Während Emma sich ranmachte, den Waldboden zu verspeisen, sicherte Basti den ganzen Clan einen schönen Dreier an der Akropolis hoch. Auch konnte er sein zur Fortbildung erworbenes Wissen im Tandemabseilen praktisch anwenden, da Alex die Höhenangst pakte. Im Anschluss durfte ich auch noch einen Dreier und Vierer einhängen. Mit allen denkbaren Speisen und Getränken wurden wir verwöhnt (von Kaffee über 3 verschiedene Kuchen bishin zu Obst und Gemüse) und erlebten einen schönen, angenehm temperierten Tag, wo andern Orts die Leute schwitzten... :-)
aber bitte mit Sahne!

Südwestwand...ein schöner Tagesabschluss


Nun langsam geht es an die Feinplanung, was unsere Elternzeit in Frankreich betrifft: der Bezugsstoff für unser Bett ist bereits gekauft und Emmas Kleiderkiste wurde schon nach entsprechenden Klamotten durchstöbert. Kraxe und Babyzelt sind quasi schon unterwegs und heute wird der Bus ausgemessen, damit unsere Kisten, die unters Bett gesteckt werden, besorgt werden können.
Jetzt sind es nur noch 5 Wochen und langsam stellt sich schon das Fernweh ein :-)

LG
BSE

Dienstag, 24. Juni 2014

Jugendleiter-Fortbildung Bergrettung/1.Hilfe

Am vergangenen Wochenende drehte sich alles ums Thema Helfen.
Am Freitag tuckerten wir in unserer mobilen Fewo ins Bielatal, wo wir nach einem leckeren Abendbrot und einer 2 stündigen 1.Hilfe-Session in unsere Schlafsäcke fielen und wiedermal super gemütlich in unserem Bus geschlafen haben. Da versehentlich in der Hütte nur 10 Betten für 12 Personen reserviert waren und noch eine andere Gruppe die restlichen Betten gebucht hatte, haben wir eben "draußen" geschlafen.
Basti hielt es am Samstag Morgen nur bis 5:30Uhr im Schlafsack aus und ging erstmal eine Runde klettern, während Emma und ich den freigewordenen Platz nutzten und nochmal zwei Stunden ausgiebig schlummerten.
Gegen 9Uhr kam dann der Stefan von der Bergwacht und ein echt spannender Tag mit Huckepack-Abseilen, Flaschenzug-Bauen und behelfsmäßigem Einbinden von hilfsbedürftigen Personen ins Seil, begann.
Im Rosengarten, einem kleinen natürlichen Amphitheater, durften wir uns ausprobieren und allerhand Neues erfahren. Mit von der Partie war unser Sonnenschein Emma, der knapp 3 Stunden einfach nur geschlafen hat.
Theorierunde im Freien

Abseilen mit einer verletzten Person

vom Bauern- über den Express- bishin zum Potenzflaschenzug war Alles dabei
 Am Nachmittag war dann noch etwas Freizeit, wo natürlich die lokalen Felsgebilde zur körperlichen Auslastung genutzt wurden. Basti kletterte noch eine kurze 3 und eine "landschaftlich reizvolle" 4 und stieg meine 7a, bei welcher wir sogar noch die 86. Begehung holen konnten, nach. Die Nordostwand an der Herbstspitze bietet im unteren Drittel eine tolle Wandkletterei mit netten Leisten, danach wirds dann echt krautig und grün.
Handriss deluxe

Unsere Emma tat währendessen lauthals kund, dass ihr es gar nicht gefiel, dass Mama und Papa mal schnell gipfelstürmen waren und forderte dem lieben Bodenpersonal alles an Geduld und Beruhigungskunst ab. Abends gabs dann noch leckeres Abendbrot und eine Sitzung von der Landesjugendleitung mit lecker Pizza.
Am Sonntag ging es dann 9 Uhr nochmal ans Schwitzen und wir bewiesen in Kleingruppen, dass wir 1.Hilfemäßig fit sind, indem wir anhand von Rollenspielen, ähnlich wie beim TJB, mit den unterschiedlichsten und häufigsten Notfall-Situationen konfrontiert wurden.Anschließend konstruierten wir noch eine Seiltrage und ließen das tolle Wochenende mit einer Reflexionsrunde ausklingen, bevor es auf den Heimweg ging.
Emmas Spielewiese

Spielewiese der Großen

selfmade Seiltrage im Test

Babykuscheln mit Nienke
Alles in Allem war das auch wieder ein tolles Wochenende und die nächsten Ideen für vielversprechende und erlebnisreiche Fortbildungen stehen :-)

LG BSE

Mittwoch, 18. Juni 2014

Heiße Pfingsten

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass jedes mal, wenn ich in Zittauer Gebirge zum klettern fahren will, das Wetter einfach mal die Heizung barbarisch hochdreht. Nachdem ich letztes Jahr zusammen mit Daniel bei fast 40°C den Felsen hochgeschwommen bin, war es dieses Jahr zumindest ein paar Grad "kälter" - 33°C.
Nachdem ich am Freitag unsere mobile Ferienwohnung geholt habe, sind wir am Samstag zusammen mit Nienke und Eline in Richtung Zittauer Gebirge aufgebrochen. Da die Temperaturen dann am Nachmittag schon recht weit oben waren, hieß die erste Amtshandlung erstmal ab ins Eiscafé. Zusammen mit Theiligs sind wir danach zum Kelchsteinwächter gefahren. Während Joni und Flo am Klettersteig rumgeturnt sind, haben Nienke, Sarah und ich abwechselnd den Novemberweg (VIIa) und den Mittelweg geklettert, während unsere beiden kleinen am Wandfuß gespielt haben. Abends sind wir dann zum Grillen nach Jonsdorf gefahren, wo wir zusammen mit meinen Eltern und Sören ausgiebig gegrillt haben. Da der Parkplatz sich sehr gut zum Übernachten geeignet hat, haben wir gleich beide Nächte hier verbracht. Das Erste mal schlafen im Bus war wie zu Hause.
Eline und Emma

Hier war die Welt noch friedlich - 2 Minuten später wurden sich gegenseitig die Nuckel geklaut und dannw ar da Geschrei groß :-)
 
Unser Schlafzimmer
 Am Sonntag sind wir dann mit Bergers zum Falkenstein gelaufen. Hier hat man eine wunderschöne Spielwiese im Schatten der Bäume gleich neben den Einstiegen. Mir war das Wetter zu heiß. Nachdem ich Früh die Ostwand (V) geklettert bin, habe ich den Rest des Tages im Schatten zugebracht und Schaukeln gebaut. Sarah ist den Westweg (VI) hinauf und Sören lief auf Hochtouren. Mit Beute (VIIb) und Jagdtrieb (VIIIa) war er für den heitigen Tag Kletterschwerster. Nachmittags sind wir dann wieder hinunter zu den restlichen Touristen und haben uns mit Eis am Wassertretbecken abgekühlt. Uns Große hat es dann nochmal an den Schalkstein getrieben, die Temperaturen waren wieder einigermaßen normal, wo ich die Käuzchenwand (VI) geklettert bin. Hier dominieren in der Südwand sehr feste Eisenplatten (klettert sich geil!), auf der Nordseite jedoch sehr brüchiges Gestein (klettert sich fürchterlich).
In der Ostwand (V)
Sarah im Westweg (VI)

Sipelplatz für ganz kleine, Kleine und Große
Sören in "Beute" (VIIc)
Die Hitze macht zumindest Emma nichts aus
Jagdtrieb (VIIIa) in der Mittagshitze
abendliche Gesprächsrunde
Am Montag haben wir und an der Grazer Höhle getummelt - Schatten und eine große kühle Felsnische haben hier den Tag erträglich gehalten. Im Ameisenweg (V) muss man unten ordentlich losklettern, die Baustelle frei würde ich eher für VI anbieten. Da sich Sarah beim Sichern von Alex die Finger zerschürft hat, konnte Sie heute auch nicht so viel klettern, wie sie wollte. Ich bin noch die Feuerwand nachgestiegen (VIIc), wobei ich durch die Wärme ordentlich Schweißhände hatte und eher hochgeschwommen bin. Nach dem Mittag sind wir dann nach Oybin zurück ins Eiscafé, wo wir uns mit 5 Kugeln Eis wieder auf Normaltemperatur gebracht haben (Im Bus waren bestimmt 60°). Auf der Heimfahrt hat Nienke dann Synchron-Babygesittet - erst links, dann rechts.
gemeinsames Frühstück auf unserer "Terasse"
Im Ameisenweg  - ab hier ist die Schwierigkeit vorbei

Auf jeden Fall war das ein sehr geiles Wochenende, nur die Temperatur war ein bischen zu hoch...
Viele Grüße
Basti